Erstes Südstaaten-Werk in den USA

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Die GEDIA Automotive Gruppe expandiert

GEDIA investiert 85 Millionen US-Dollar in einen Neubau und in Spezialmaschinen auf einem mehr als 200.000 m² großen Grundstück im Großraum Dalton in Whitfield County (U.S.-Bundesstaat Georgia). 200 Arbeitsplätze sollen dort mittelfristig entstehen.

Für das Unternehmen mit Hauptsitz in Attendorn wird es der zweite Standort in den USA, nach Michigan im Norden nun Georgia im Südosten, und insgesamt das neunte Werk der GEDIA Automotive Gruppe sein. „Diese Großinvestition in den USA macht deutlich, dass wir auch in Coronazeiten an strategisch wichtigen Unternehmensentscheidungen festhalten und damit die Voraussetzung schaffen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen", fasst Jürgen Hillesheim als Vertreter der Familiengesellschafter zusammen. 

Durch die zentrale Lage im Nordwesten des Bundesstaates Georgia können die Kunden an den umliegenden Hersteller-Standorten bestmöglich betreut und beliefert werden. „Dieses Projekt ist für GEDIA ein wesentlicher Schritt in die Zukunft. Wir freuen uns, diesen Schritt gemeinsam mit dem Staat Georgia zu unternehmen. Durch die räumliche Nähe zu den Automobilherstellern im Süden der USA können wir den amerikanischen Markt noch besser bedienen“, sagt Markus Schaumburg, einer der Geschäftsführer der GEDIA Automotive Gruppe. „Darüber hinaus erhöht unsere neue innovative Produktionsstätte mit 200 geplanten Jobs nicht nur den Wert unseres Unternehmens, sondern trägt auch zur Weiterentwicklung von Whitfield County bei".

In dem geplanten Werk wird modernste GEDIA-Technologie in der Serienproduktion eingesetzt. In der internationalen Entwicklung ist das ein weiterer technologischer Meilenstein. "Das Herzstück unseres Werks in Whitfield County wird die Warmumformlinie mit unserer patentierten TemperBox® sein. Mit dieser Technologie können wir sowohl unser Produktportfolio als auch unsere Wertschöpfungskette für einen sich ständig weiterentwickelnden Automobilmarkt erweitern", so Helmut Hinkel, Geschäftsführer der GEDIA Automotive Gruppe. „Die hochinnovative GEDIA TemperBox® hebt maßgeschneiderte Warmumformtechnik auf ein bisher unerreichtes Niveau und ermöglicht es uns, Karosserieteile mit geringerem Gewicht und deutlich höherer Crashsicherheit zu entwickeln sowie gleichzeitig Energie und Material zu sparen". Für das erste dort laufende Projekt wird GEDIA modernste Umformprozesse und automatisierte Schweißverfahren einsetzen, um Teile für ein Elektrofahrzeug  im Premiumsegment herzustellen. Die Produktion wird voraussichtlich im dritten Quartal 2021 beginnen. Für diese Fahrzeuglinie werden Bauteile mit der GEDIA-Technologie sowohl in Deutschland als auch in den USA hergestellt. Die technologische Entwicklung und das Projektmanagement werden am Hauptstandort Attendorn ausgeführt. „Internationalisierung bei GEDIA bedeutet immer Sicherung der lokalen Arbeitsplätze unter Nutzung neuer Technologien“, so Markus Schaumburg.

Das neue Werk in den USA wird auf einem GRAD-zertifizierten (Georgia Ready for Accelerated Development) Grundstück im Carbondale Business Park in Dalton gebaut. Das GRAD-Programm bietet Investoren zurzeit mehr als 60 zertifizierte Grundstücke in Georgia an, die für die industrielle Verwendung geeignet sind und bei denen bereits vor Veröffentlichung und Angebot vielfältige Untersuchungen durchgeführt werden. Für einen potenziellen Investor ergeben sich daraus erhebliche Vorteile gegenüber einem nichtzertifizierten Grundstück, verbunden mit einem deutlich verminderten Risiko. Der Prozess der GRAD-Zertifizierung in Zusammenarbeit mit dem Georgia Department of Economic Development (GDEcD) ist eine proaktive Methode zur Unterstützung des lokalen Wirtschaftswachstums und der industriellen Entwicklung einer Region, gleichermaßen vorteilhaft für lokale Arbeitsmarktförderung und Investoren.

Der Kommissar des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung in Georgia (GDEcD) Pat Wilson besuchte Ende Juli GEDIA am Hauptstandort in Attendorn, um in der letzten Phase des Entscheidungsprozesses ein persönliches Gespräch mit der Führung der GEDIA Automotive Gruppe inklusive den Ansprechpartnern für die USA zu führen. „Ich freue mich sehr, heute persönlich - aber mit einem sicheren Abstand - bei Markus Schaumburg und seinem Team in Deutschland zu sein. Ich danke ihm und GEDIA, dass sie sich für den Bau ihres ersten Werks im Südosten der USA für Georgia entschieden haben. In dieser Partnerschaft mit einem Hersteller von Komponenten für Elektrofahrzeuge setzt unser Staat sein ökologisches Engagement für die Entwicklung neuer Mobilitätsstrukturen in der gesamten Lieferkette fort“, sagt Pat Wilson, Kommissar des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung in Georgia. „Besondere Erwähnung verdienen unsere Community-Partner in Dalton und Whitfield County, die durch die Zurverfügungstellung eines GRAD-zertifizierten Grundstücks diese innovative und strategisch wichtige Branche unterstützen. Das hat zweifellos auch maßgeblich die Entscheidung der Firma GEDIA bei der Standortauswahl beeinflusst".