GEDIA investiert 40 Millionen Euro in neues Werk am Stammsitz Attendorn

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Feierliche Ehrung der Jubilare 2018

Am 23. November fand in guter alter Tradition auf der Burg Schnellenberg die Ehrung der GEDIA Jubilare statt. In diesem Jahr sind es immerhin 14 Jubilare. Des Weiteren wurden 12 Mitarbeiter/-innen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Geschäftsführer Helmut Hinkel, Markus Schaumburg und der Vertreter der Gesellschafter Jürgen Hillesheim nutzten die Gelegenheit, die aktuelle Entwicklung der GEDIA Gruppe zu erläutern.

Mit rund 4.200 Mitarbeitern und einem voraussichtlichen Gesamtumsatz von 650 Mio. Euro ist GEDIA in 2018 weiter erfolgreich gewachsen, wobei das Attendorner Stammwerk mit einem Umsatzanteil von 174 Mio. Euro dazu beigetragen hat.

Größte Wachstumstreiber sind die Produktionswerke in Polen und Mexico. So wird allein im mexikanischen Puebla der Umsatz um gut ein Drittel innerhalb nur eines Jahres zulegen.

Das indische GEDIA Werk in Pune wird zurzeit um 10.000 qm erweitert, wo in wenigen Monaten damit begonnen wird für Daimler hoch komplexe Karosseriekomponenten zu fertigen.

Neben den Auslandstandorten profitiert derzeit jedoch vor allem das Stammwerk in Attendorn von der Technologieoffensive, welche GEDIA seit Jahren konsequent vorantreibt.

Am Askay II im Industriegebiet Ennest wird momentan ein weiteres völlig neues Werk errichtet. Auf zusätzlichen 11.000 qm Produktionsfläche ist der Aufbau eines Platinenschneidzentrums sowie die Installation einer weiteren innovativen Hotforming Linie geplant.

Aufgrund dieser umfangreichen Werksinvestitionen liegt das aktuelle Investitionsbudget allein für Attendorn auf dem absoluten Rekordniveau von rund 40 Millionen Euro, wodurch das hohe Vertrauen seitens Gesellschaftern und Geschäftsleitung in das Attendorner Stammwerk deutlich wird.

Im Hinblick auf die zukünftige konjunkturelle Entwicklung bereiten momentan die weltweit zunehmenden politischen Unwägbarkeiten Sorgen. Die Handelsstreitigkeiten der USA, die überzogene Diskussion um Dieselfahrverbote, das Risiko eines harten Brexit, die Italien und Türkeikrise, das Pulverfass Naher Osten bis hin zur ungelösten Flüchtlingsfrage in Europa beeinflussen wahrscheinlich auch das Kaufverhalten der Automobilkunden.

Trotz alledem bleibt man bei GEDIA für das kommende Jahr vorsichtig optimistisch. So ist ein weiterer Beschäftigungszuwachs in Attendorn geplant, insbesondere für das neue Werk werden zusätzliche qualifizierte Mitarbeiter gesucht.

Als einer der größten Arbeitgeber in der heimischen Region beschäftigt GEDIA zurzeit in Attendorn rund 930 Mitarbeiter, die Zahl der Auszubildenden liegt immerhin bei 68, die der dualen Studenten bei 7. Besonderer Höhepunkt im Rahmen der Ausbildung wird Anfang 2019 die Eröffnung des neuen GEDIA Training Center of Technology sein, welches auch von den Mitarbeitern aus den Auslandsstandorten genutzt werden kann und darauf abzielt, die technische Ausbildung mit modernster Ausstattung praxisnah zu gestalten.

Jedoch setzen deutlicher Personalaufbau und hohe Investitionen am Standort Attendorn stets voraus, dass die Kostenstrukturen hier auch wettbewerbsfähig bleiben, was angesichts der diesjährigen hohen Tariferhöhung eine besonders große Herausforderung darstellt.

Ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor auf die Wettbewerbsfähigkeit besteht auch darin, immer über eine ausreichend hohe Zahl an qualifizierten Fach- und Führungskräfte zu verfügen, was in Zeiten fortschreitender Überalterung der Gesellschaft zunehmend schwieriger wird. Auch wenn sich die Auswirkungen des demographischen Wandels bei GEDIA durch eine vorausschauende Nachwuchskräfteentwicklung noch in Grenzen halten, so sind vor allem kleinere Betriebe in unserer Region und damit auch Lieferanten und Dienstleister von GEDIA bereits akut mit Nachwuchssorgen konfrontiert.

Umso mehr gewinnt eine nachhaltige Personalentwicklung für Jung und Alt, für Fach- und Führungskräfte, für Teilzeit und Vollzeitbeschäftigte an Bedeutung. Von politischer Seite wäre flankierend ein umfassendes industriefreundliches Einwanderungsgesetz für Deutschland wünschenswert, wie es bereits in einigen anderen großen Industrieländern seit langem existiert.

In Zeiten nationalistischer Abschottungstendenzen setzt GEDIA dabei unverändert auf eine weltoffene, international ausgerichtete und mittelständisch geprägte Unternehmenskultur eines Familienunternehmens. So ist es für GEDIA eine Selbstverständlichkeit, als Gründungsmitglied die geplante Internationale Schule Südwestfalen am Städtischen Gymnasium in Olpe aktiv zu unterstützen.

Aus Unternehmenssicht gilt es dabei nicht nur qualifizierte Mitarbeiter aus dem In- und Ausland erfolgreich zu rekrutieren sondern dann auch möglichst lange an GEDIA zu binden und sicherzustellen, dass das im Laufe der Zeit erworbene wertvolle Wissen an eine möglichst hohe Zahl von Nachwuchskräften kontinuierlich weitergegeben wird.

Die hohe Anzahl an Jubilaren macht deutlich, dass GEDIA es verstanden hat, seine Mitarbeiter über Jahre und Jahrzehnte immer wieder aufs Neue zu begeistern und ihnen langfristige Entwicklungsperspektiven anzubieten. So erscheint es nicht verwunderlich, dass aktuell rund 150 Mitarbeiter bereits seit mehr als 25 Jahren bei GEDIA in Attendorn beschäftigt sind.

Für ihre langjährige Treue und Leistung wurde abschließend den zahlreichen Jubilaren und Rentnern im Namen der gesamten GEDIA Mannschaft ein herzlicher Dank ausgesprochen.

Jubilare 2018

25 Jahre:

Michaela Bachen

Nadine Bock

Brunhilde Fox

Katrin Heimes

Margit Rawe

Stefan Schmelzer

Uwe Sondermann

Thorsten Stuff

35 Jahre:

Ibrahim Demiröz

Rolf Geyer

Michael Klein

Richard Lippok

Hubertus Schröder

Heike Zacker

Austritt/Rentner 2018:

Klemens Belke

Bernhard Braunsdorf

José Antonio Damea Alvar

Gerhard Kaufmann

Hayri Köroglu

Maria Mota Gomez

Mario Musacchio

Ewa Pyttlik

Bruno Savastano

Antonio Scialdone

Maria-Luisa Scialdone

Peter Wesoly